Gemeinschaft, die trägt – fünf Jahre Servicewohnen am Dohnanyiweg
Ganzheitlich wohnen und gut versorgt
Vor fünf Jahren eröffnete die vhw am Dohnanyiweg in Hamburg-Lohbrügge eine moderne Servicewohnanlage für Menschen ab 65 Jahren. Seither ist hier ein ganzheitliches Wohn- und Versorgungskonzept entstanden: Zum Standort gehören heute neben den Servicewohnungen ein Sozialer Dienst, eine Tagespflege und ein ambulanter Pflegedienst. Vorstandsmitglied Afrotheti Ferentinos erinnerte im Rahmen der Feier daran, welche Herausforderung es war, den Gebäudekomplex mitten in der Coronazeit zu realisieren. Heute zeigt sich: Der Einsatz hat sich gelohnt, denn: „Die vhw ist die einzige Genossenschaft, die Wohnen, Pflege und einen Sozialen Dienst aus einer Hand anbietet. Damit ermöglichen wir unseren Mitgliedern, generationenübergreifend und bis ins hohe Alter innerhalb der Genossenschaft zu leben.“
Starke Gemeinschaft von Anfang an
Wie gut das Konzept angenommen wird, zeigt sich auch an der Hausgemeinschaft. Nicole Reusche-Holtz, Leitung Sozialer Dienst, blickt zufrieden auf die vergangenen fünf Jahre zurück: „Es ist toll, dass so viele Menschen gekommen sind, um mit uns zu feiern und auf das Erreichte zurückzublicken. Die fünf Jahre sind wie im Flug vergangen.“ Am Dohnanyiweg habe sich eine außergewöhnlich starke Gemeinschaft entwickelt. Regelmäßige Veranstaltungen, Feste und Ausflüge seien inzwischen fest im Alltag verankert. „Die Mieterinnen und Mieter leben dieses Konzept – und möchten gar nicht mehr weg“, so Reusche-Holtz. Auch Isabel Nogal, Leitung Mieterservice, bewertet die Entwicklung positiv. Die Kombination aus öffentlich geförderten, frei finanzierten Wohnungen und Servicewohnungen sei am Dohnanyiweg besonders gut gelungen: „Es ist ein attraktiver Mix im Grünen.“ Der Zusammenhalt zeigt sich auch ganz konkret im Alltag, berichtet Martje Meller vom Sozialen Dienst: „Die gegenseitige Unterstützung endet hier nicht an der eigenen Haustür, sondern wird von Haus zu Haus getragen.“ Viele Mieterinnen und Mieter organisieren Aktivitäten selbst und nutzen den Gemeinschaftsraum regelmäßig. Zudem bestehen enge Verbindungen zur benachbarten Tagespflege.
Erfolgreich im Quartier
Die „Tagespflege am Grünen Zentrum“ ist seit zweieinhalb Jahren im Quartier verankert und habe sich schnell etabliert, sagt Pflegedienstleitung Stefanie Dunckel. „Wir sind in Lohbrügge und ganz Bergedorf sehr gut angekommen und konnten ein stabiles Netzwerk mit Kliniken, der Alzheimergesellschaft und weiteren Partnern aufbauen.“ Ein besonderes Angebot ist die Kooperation mit einer nahegelegenen Kindertagesstätte. Einmal im Monat besuchen acht Kinder die Tagespflege und verbringen gemeinsame Stunden mit den Gästen. „Ein wunderbares generationenübergreifendes Projekt“, findet Stefanie Dunckel. Ergänzt wird das Angebot durch eine hauseigene Ergotherapie und regelmäßige Fußpflege. Die Tagespflege bietet Platz für 30 Gäste und ist derzeit zu rund 90 Prozent ausgelastet. „Damit liegt sie deutlich über dem Hamburger und bundesweiten Durchschnitt“, erklärt Lejla Savic, Leitung Ambulanter Dienst. Der Ambulante Dienst der vhw ist seit rund zwei Jahren mit einem Büro am Dohnanyiweg vertreten. Um die Versorgung vor Ort weiter auszubauen, soll das Team jetzt vergrößert werden, sagt Savic: „Wir sind aktiv auf Personalsuche.“
Zufrieden – heute und in Zukunft
Dass das Gesamtkonzept der vhw in Lohbrügge aufgeht, zeigen auch die Stimmen der Bewohnerinnen und Bewohner. Brigitte Hallau wurde durch ihren Neffen auf die neue Servicewohnanlage aufmerksam. Ursprünglich kommt sie aus Berlin – den Umzug nach Hamburg bereut hat sie nicht: „Ich lebe sehr gern hier.“ Auch Anastasi Berge und Marlie Achilles sind in der Servicewohnanlage am Dohnanyiweg zuhause: „Wir möchten nicht mehr weg – wir fühlen uns hier einfach wohl.“
